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Victus Nachrichten



Anuga FoodTec - Köln - 2015



Wir freuen uns Ihnen mitteilen, dass die Messe ANUGA FoodTec am 24-27. März 2015 in Köln beginnt und wartet auf die Interessenten für die Neuigkeiten der Lebensmittelindustrie.
Unser Partner die Fa. Sealpac GmbH wird Ihr Stand in Grösse von 210 m2 in der Halle 8.1 aufbauen.


pdfProspekt ShrinkStyle
www.meatinfo.co.uk

Fachliche Nachrichten



ShrinkStyle Verpackungssystem




Das neu entwickelte Verpackungssystem von SEALPAC vereint die Vorteile der Tiefzieh- und Schrupftechnologie.
Das SchrinkStyle bietet nicht nur eine sichere und attraktive Verpackung der Fleisch-, Käse-, Wurstwaren und Geflügelprodukte, sondern durch seine besondere Leistungsfähigkeit und die hohe Automatisierung steigert die Effektivität, die Produktsicherheit und die Haltbarkeit, vermindert die Verpackungskosten und bei den Fleisch- und Käseprodukten verbessert die Reifeprozess auch.






Britische Konsumenten lieben ihn - den Bacon


Magerer und durchwachsener Speck, geräucherter Schinkenbraten, Steaks und - nicht zu vergessen - das berühmte Bacon-Sandwich. Die Bezeichnungen für Bacon sind so vielfältig wie die verschiedenen Schnittformen dieses beliebten Schweinefleisch-Produkts in England. Obwohl der Markt sich immer weiter entwickelt, zeigen Konsumenten keinerlei Anzeichen, dem Bacon zu entsagen - eine gute Nachricht für alle, die sich mit der Produktion oder dem Marketing von Englands beliebtestem Fleischprodukt beschäftigen. "Bacon ist so beliebt, dass man ihn schon fast als unser "kulturelles Erbe" bezeichnen kann", berichtet der Meat & Livestock Commission-Bericht über die Kaufgewohnheiten in puncto Bacon-Produkte. "Sein unverwechselbares Aroma, sein Geschmack und seine Konsistenz sichern gemeinsam mit den emotionalen Werten, für die er steht, seinen fortwährenden Konsum." Der im Oktober 2007 veröffentlichte Bericht der Weltkrebsorganisation empfiehlt Bacon nur selten zu verzehren.
Nicht einmal das hat die Begeisterung der Engländer beeinträchtigt. Im Gegenteil: Die Baconumsätze waren nach Veröffentlichung der Studie so hoch wie nie zuvor. Wie auf der Website www.meatinfo.co.uk zu lesen ist, erzielten die Umsätze ein Plus von vier Prozent in der ersten Novemberwoche.

Bacon - einfach anders
Die Art, wie englischer Bacon verarbeitet, geschnitten und mariniert wird, unterscheidet ihn deutlich von seinem amerikanischen Gegenstück. Amerikanischer Bacon wird aus Schweinebauch hergestellt, der mit Pökellake injiziert oder in Lake eingelegt, gekocht und gepresst wird. So findet ihn der Verbraucher schließlich geschnitten in den Supermärkten. Man nennt diesen Bacon in England "durchwachsenen Speck", weil er Fettstreifen und nur wenig mageres Fleisch enthält. In England kommt der größte Teil des Bacons aus der Schweinelende, dem mittleren Teil des Schweinerückens, daher auch der Name "Hinterschinken". Das magere Stück, das Amerikaner wiederum als "kanadischen Bacon" bezeichnen, ist dem Schinken in Konsistenz und Geschmack sehr ähnlich. Es ist der am meisten verzehrte Bacon in England.
Der englische Markt bietet zudem Koteletts, dicke Bacon-Scheiben, die an Beefsteaks erinnern, und geräucherten Schinken, Scheiben aus dem Hinterbein, die als Bratenstücke oder Steaks erhältlich sind. Die Dauer des Marinierens ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Große Amerikanische Hersteller marinieren Bacon in nur vier Stunden, in England dauert dieser Prozess laut Marktexperten viel länger. "Bacon wird für zwei Wochen luftgetrocknet und niemals eingefroren", sagt Jim Sydenham, Geschäftsführer der britischen Firma Interfood Technology Ltd., ein Unternehmen, das Vertrieb, technischen Service und Unterstützung für die Lebensmittelindustrie anbietet. Der Vorteil des Lufttrocknens ist laut Sydenham, dass die Konsumenten den Eindruck gewinnen, hochwertiger Schinken habe einen höheren Fleischanteil.

Der Markt ändert sich
So beliebt der Bacon in England seit jeher war, verändert sich der Markt dennoch in den letzten Jahren. Im April 2007 veröffentlichte meatinfo.co.uk einen Rückgang der Ausgaben für Bacon von 0,5 Prozent pro Jahr.
Ein Grund dafür ist sicher in der Preispolitik zu finden, mit der sich die Industrie gelegentlich selbst geschadet hat. Laut Mintel, einem in Chicago ansässigen Marktforschungsunternehmen, haben die Einzelhändler häufig ausgerechnet Baconscheiben als preisreduzierte Werbeware angeboten, die Produktkategorie also, die mit 74 Prozent den größten Marktanteil hat.
Ende des Jahres 2000 dominierten die "Nimm 2, zahle 1" Angebote einen Markt, der laut meatinfo.co.uk mit billigen Standard-Speckscheiben überflutet wurde. Heute hat sich der Markt dank einer veränderten Marketingstrategie wieder erholt. Das Preisdumping ist zurückgegangen, während der Absatz von Premium- und höherwertigem Bacon immer weiter ansteigt. Dem führenden Marktforschungsinstitut TNS Superpanel zufolge, gewann der Premiumbereich - inklusive Rasse- und Freilandzucht sowie Marinierspezialitäten - dazu: 16,1 Prozent betrug der jährliche Zuwachs im Premiumbereich. Die Umsätze mit Jack Scaife Bacon beispielsweise haben sich seit der Einführung des Premium-Produktes 2005 beim englischen Einzelhändler Sainsbury's verdreifacht. Laut meatinfo.co.uk verzeichnet das Unternehmen mit einem erst kürzlich in das Sortiment aufgenommenen Bacon aus Freilandhaltung und Biozucht bereits gute Umsätze.
Die Konsumenten sind auch an speziell marinierten Produkten interessiert - die Palette reicht von schwarzem Rübensirup bis Kirschgeschmack. Die Woche vom 16. bis 23. Februar wurde in England als "Bacon Connoisseur's Week" ausgerufen. Küchenchefs, Fleischer und Supermärkte beteiligten sich mit ihren "weltbesten Mariniermethoden" am nationalen Wettbewerb (www.lovebacon.info).
Traditionell vor allem zum Frühstück verzehrt, ist Bacon heute immer häufiger auch Bestandteil anderer Mahlzeiten. Sandwiches steigern die Nachfrage spe ziell in der Gastronomie. "Mehr als 40 Prozent des Bacons werden heute in Sandwiches und Frühstücksbroten konsumiert," bemerkt Sydenham.
Für das perfekte Bacon-Sandwich gibt es inzwischen sogar eine Formel. Wissenschaftler der britischen Leeds-Universität haben sie im April 2007 im Rahmen der Werbekampagne des Dänischen Bacon- und Fleischrats "Lassen Sie sich Ihren Bacon nicht verderben" entwickelt. Die Formel setzt den Kraftaufwand zum Durchbeißen eines gekochten Bacons zur Temperatur und der Kochzeit ins Verhältnis. In England hat die Formel für Schlagzeilen gesorgt.
Laienhaft ausgedrückt besagt sie, dass ein perfektes Sandwich aus Bacon besteht, der für sieben Minuten bei 240 Grad Celsius gegrillt und zwischen zwei 2 cm Zentimeter dicke, weiße Bauernbrotscheiben gelegt wird, bestrichen mit einer Soße je nach Gusto. Auch zum Würzen anderer Gerichte wird Bacon verwendet. Rezepte für Frühstück, Brunch, Mittag- oder Abendessen, wie dem italienischen Omelette ‚Frittata', Salat, Suppe, Pasta und Pizza finden Sie auf der Website www.lovebacon.info, die auch Informationen über den Verbrauch von Bacon in England liefert.

Potenziale für Wachstum
Die Art und Weise wie Bacon vermarktet und beworben wird, kann eine wichtige Rolle für den dauerhaften Erfolg in England spielen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, Bacon als "Naturprodukt" anzupreisen. "Im Premium Segment gibt es eine Tendenz zur Vermarktung von Naturprodukten - Schweine aus Freilandhaltung, die mit natürlichem Futter gezüchtet werden", erklärt Sydenham. Obwohl Bacon nie zu den "gesunden" Lebensmitteln zählen wird, ist die Betonung seiner Rolle im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine weitere Vermarktungsidee. "Verbraucher achten immer mehr auf ausgewogene Ernährung und Bacon kann durchaus Bestandteil sein" ist in der Mintel Studie "U.K. Market in Brief for Bacon" zu erfahren. Der Beweis: Zwischen 1978 und 1996 ist der Fettgehalt von Back-Bacon um 60 Prozent gesunken. Er ist eine gute Protein- und Vitamin B-Quelle und enthält die Antioxidationsmittel Zink und Selen.
>Während sich die abgepackten Scheiben immer noch am besten verkaufen - laut British Pig Executive machen sie rund 87 Prozent der Bacon-Verkäufe aus -, verzeichnen Bratenstücke aus Bacon und Steaks das größte Wachstumspotenzial des Marktes (vgl. Mintel).
Marinierte und geräucherte Schinkenstücke zum Beispiel werden traditionell eher mit Weihnachten als mit Ostern in Verbindung gebracht. Jenseits dieser Feiertage ist der Konsum eingeschränkt und meist nur in kleineren Haushalten und bei älteren Konsumenten üblich. Doch ein Wandel ist abzusehen. Im Jahr 2005 hat der britische Bacon Hersteller "Grampian Food" die nachweihnachtlichen Umsätze mit einer Coupon-Werbeaktion angekurbelt. Ein Jahr später folgte ein von Grampian veröffentlichtes Kochbuch mit Bacon-Rezepten berühmter Chefköche wie Phil Vickery.
Richard Hawkins, Vertriebschef der Direct Table Foods, berichtete im April 2007 auf Meatinfo.co.uk: "Baconscheiben können eigentlich nur noch verfeinert werden. Wir müssen die Konsumenten dazu bringen, mehr Bacon- Bratenstücke und Steaks zu kaufen. Sicher erinnern sich viele daran, dass ihre Mütter die Bacon-Bratenstücke über Nacht wässerten, um den Salzgehalt zu reduzieren, doch tatsächlich ist das Produkt inzwischen sehr verbraucherfreundlich". Hawkins führt weiter aus: "Das Einlegen ist nicht mehr nötig, denn der Salzgehalt ist heute weitaus geringer und der Bacon somit eine wunderbare Mahlzeit. Einfaches Braten oder Kochen reicht, um ein hochwertiges Es sen zu erhalten. Diese Werte müssen wir dem Konsumenten noch deutlicher vor Augen führen".